Digitale Überdosis, statt Digital Detox

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Blog Technik
Auf der Suche nach Ideen für neue Kunstwerke lasse ich mich von der digitalen Welt inspirieren, denn durch Twitter, Instagram, Behance oder TED haben wir Zugriff auf Kreative und deren Visionen in der ganzen Welt.

Die Informationsfülle und -dichte in der digitalen Welt wirkt auf den ersten Blick erdrückend. Man hat das Gefühl, es gibt überall Menschen mit tollen Ideen und tiefgründigen Gedanken, weshalb in sozialen Netzwerken die Gefahr besteht, dass man mit der Informationsverarbeitung überfordert ist. Digital Detox soll Abhilfe schaffen, aber anstatt sich aus der digitalen Welt zurückzuziehen, sollte man lernen die Überdosis an Informationen und Eindrücken dosiert zu sich zunehmen.

Detox ist
keine Lösung

Denn Twitter, Instagram & Co sind eine Oase der Freude und Inspiration. Ich stoße regelmäßig auf neue, spannende Projekte, die jeden dazu einladen, Teil ihrer Idee zu werden.

Ein Beispiel ist das Inside Out Project des französischen Künstlers JR, der mit seinem Kunstprojekt die Welt verändern und zusammenbringen möchte. Um an dem Projekt teilzunehmen, muss man mindestens zu fünft sein und seine großformatigen Gesichtsportraits im öffentlichen Raum ausstellen; so geben die Menschen dem öffentlichen Raum, ihrer Heimat, ein Gesicht.

Man findet aber auch zahlreiche Projekte mit Hashtag-Themenvorgaben, wie zum Beispiel vom Kunst- und Designblog iGNANT oder dem Fotoprojekt This Ain’t Art School. Beide rufen regelmäßig über Instagram dazu auf, eigene Bilder zu einem Hashtag einzureichen. Man kann sich aber auch anschauen, wie andere ein Thema interpretieren und welch unterschiedliche Bilder wir mit einem Wort verbinden.

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This Ain’t Art School macht regelmäßig Assignments an denen sich jeder mit eigenen Fotos beteiligen kann (oder man schaut sich an, was andere zu einem Thema posten).

Bilder, Artikel oder Tweets können einen aber auch zu eigenen Projektideen inspirieren. Während der langen Nacht der Museen 2015 in Düsseldorf habe ich mir die Tweets anderer Besucher durchgelesen. Darunter waren auch Fotos von Museumsbesuchern:

Daraus ist die Idee für die Kunstserie “Artwatchers” entstanden, die sich damit beschäftigt, wie Museumsbesucher Kunst rezipieren. Die ersten Bilder basieren auf fotografischen Vorlagen, deren Wirkung ich durch den Pinselduktus, die Farbwahl und die Bildgröße gezielt verändert hab. Es steht nicht mehr das fotografierte Kunstwerk im Bildmittelpunkt, sondern die Fotografie wird zur Kunst.

Mir würden noch viele weitere Ideen einfallen, die von der digitalen Welt inspiriert sind. Aber man findet nicht nur Inspiration, sondern die Inspiration entsteht auch durch den Austausch mit anderen. Ich kann daher nur jeden ermutigen nicht zu detoxen, sondern sich regelmäßig ein dickes, fettes Stück der digitalen Welt zu gönnen.

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